Auf Facebook bin ich mit einem persönlichen Profil vertreten. Für mich stand jedoch von Anfang an fest, dass ich für meine unternehmerische Tätigkeit eine Facebook-Seite haben werde. So kann ich themenbezogen agieren und kommentieren – die Inhalte des Personenprofils sind meist ganz andere als die auf der Facebook-Seite. Außerdem „spamme“ ich nicht alle meine Kontakte mit Social Media Kram zu. Der Einzelne kann wählen, ob er sich dafür interessiert und contentwerk folgen möchte oder nicht. Zudem kann ich die Seite weiter nutzen, wenn sich mein Unternehmen mal vergrößert.

Muss ich mir für mein Business noch eine Facebook-Fanpage erstellen oder reicht mein bestehendes Facebook-Profil aus? – eine Frage, die ich immer mal wieder von anderen Einzelunternehmern gestellt bekomme. Bedeutet das nicht noch mehr Verwaltungsaufwand? Die große Entscheidungsfreiheit hat man eigentlich nicht. Die Regeln, wer eine Seite für sein Unternehmen braucht, gibt Facebook nämlich schon vor. Grundsätzlich MÜSSEN Unternehmen über eine Fanpage agieren. Annette Schwindt, die eine Blogparade über die Frage „Profil oder Seite“ ausgerufen hat, schreibt, dass in der Frage „Profil oder Seite?“ nur Journalisten, Autoren oder Personen des öffentlichen Lebens die Wahlfreiheit haben. Wer die Regeln missachtet, riskiert eine Abschaltung des Profils.

Folgende Vorteile bietet die Fanpage gegenüber dem persönlichen Profil:

  • Die Statistik-Funktion: Hier kann ich kontrollieren, wie viele Personen meinen Beitrag gesehen haben, wie viele auf die Links geklickt haben und wie mein Fanzuwachs ist. Eine Erfolgskontrolle, die das persönliche Profil nicht hergibt.
  • Das unverbindliche Folgen nach Interesse: Ein „Like“ ist schneller generiert als eine Freundschaft auf Facebook bestätigt werden kann. Die Inhalte, die eine andere Person schreibt, sind möglicherweise interessant. Man hat aber vielleicht Hemmungen, eine Freundschaftsanfrage zu versenden – man könnte ja abgelehnt werden. Als Alternative bleibt zwar die „Abonnieren“-Funktion, doch meine Wahrnehmung ist, dass diese eher unbekannt ist. Eine Seite „liken“ bedeutet einen Klick auf einen Button – und schon hat der interessierte Leser die Unternehmens-News abonniert.
  • Die Pflege der Seite kann ausgelagert werden: Eine Seite kann durch mehrere Personen in verschiedenen Rollen verwaltet werden. Hier gibt es den Manager (der alles darf), den Inhaltsersteller, den Werbetreibenden, den Moderator oder den Statistikanalyst, die alle mit unterschiedlichen Rechten für die Facebook-Seite ausgestattet sind. Das heißt, man kann auch externe Mitarbeiter Beiträge posten lassen und so auch während seines Urlaubs oder zeitlichen Engpässen eine Vertretung bestimmen, die die Kunden und Interessenten weiterhin mit News versorgt.
  • Das Schalten von Werbeanzeigen zu einem Facebook-Auftritt: Ein persönliches Facebook-Profil kann durch eine Werbeanzeige nicht bekannter gemacht werden. Werbung kann nur für Seiten oder externe Webseiten geschaltet werden. Werbeanzeigen sind eine große Chance, die Reichweite der Seite zu steigern.
  • Eine stärkere Verbreitung und Wahrnehmung über die „Like“-Funktionalität: Die Like-Funktion für eine Facebook-Seite kann auf externen Webseiten eingebunden werden, sodass mehr Besucher auf die Facebook-Seite aufmerksam werden. Jeder neue Like erzeugt wiederum ein Like im Newsstream bei den Freunden des Kontakts.

Zusammengefasst: Eine zusätzliche Fanseite bedeutet für mich nicht mehr Verwaltungsaufwand, im Gegenteil, wenn ich weiß, welcher Content wohin gehört, muss ich ihn nur auf dem entsprechenden Profil posten – und mich nicht noch durch Listen wühlen, um Freunde vor meinen Social Media News „zu schützen“.

2 Responses to Die Vorteile einer Facebook-Seite für Unternehmer
  1. […] Ute Klingelhöfer: Die Vorteile einer Facebook-Seite für Unternehmer […]

  2. Viele Unternehmen nutzen diese Möglichkeit in der heutigen Zeit und das finde ich auch völlig in Ordnung, schließlich muss man Präsenz zeigen und das kann man damit erreichen. Allerdings muss man sich vorher schon genau Gedanken machen, wie man die Seite gestaltet und nicht einfach blind etwas erstellen.


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